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Kapstadt, City Bowl. Am fünften Dezember, kurz nach unserer Ankunft jährte sich zum ersten mal der Todestag von Nelson Mandela. Der Madiba, der Nach langer Krankheit letztes Jahr verstarb ist noch tief im Gedächtnis der Nation verwurzelt. Sein Antlitz schmückt nun die Fassade eines Hochhauses nahe des Parlamentsgebäudes. Die Blüte der Nation ist leider spätestens seit Beginn der Amtszeit von Präsident Jacob Zuma vorbei. Der Regierungspartei ANC ist gespalten, die Verwaltung ist geprägt von Filz und Korruption und viele leitende Funktionen sind von unfähigen Leuten des Präsidenten-Clans besetzt. Die Stromversorgung funktioniert nur wegen zusätzlich laufender Dieselkraftwerke und die Investoren ziehen sich zurück. Ein kleiner Lichtblick ist jedoch in Sicht. Helene Zille, eine Urahnin des Berliner Millieu-Malers, ist als langjährige Bürgermeisterin in Kapstadt seit 2009 die erste von neun Provinz Premiers, die nicht dem ANC angehört. Ihre Oppositionspartei, die DA (Democratic Alliance) erfreut sich am Westkap großer Beliebtheit. Ihr verdankt Kapstadt und die Provinz Western Cape viele Reformen und Programme, unter anderem auch dringend nötige Verbesserungen bei der Versorgung der Armutsviertel (Townships) und bei der Verbrechens- und Gewaltprävention. Im Hintergrund dieses Bildes ist das Stadion der Weltmeisterschaft zu erkennen, das in der Amtszeit von Bürgermeisterin „Helen“ Zille erbaut wurde.

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